Schwäb. Zeitung vom 26. 03. 2014

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So könnte die Entlassung aus der Sana-Klinik aussehen: Pflegedirektorin Ksenija Gajski (rechts) mit der Krankenschwester Franziska Lang und einem Patienten. Für das symbolhafte Foto erklärte sich Tomo Jakapec (Mitte) bereit. SZ-Foto: Michael Hänssle

BIBERACH – Verkürzte Liegezeiten erschweren oftmals den Genesungsprozess nach einem Krankenhausaufenthalt. Der Förderverein „Unsere Brücke“, bereits vor acht Jahren am damaligen Ochsenhauser Kreiskrankenhaus entstanden, ist mittlerweile für die Stadt Biberach und den Kreis ein eigenständiger Verein, der durch die Zusammenarbeit mit der Sana-Klinik erweitert wurde. Damit soll die nachstationäre Betreuung von Patienten nach verschiedenen chronischen Erkrankungen sowie nach größeren chirurgischen Eingriffen ermöglicht werden.

Keine Angst vor der Entlassung

„Unsere Brücke“ will Patienten die Angst und Sorge vor der Entlassung nach Hause nehmen. Nicht selten sind Angehörige altersbedingt oder durch eigene Beeinträchtigungen nicht in der Lage, die vollständige Versorgung zu gewährleisten, nachdem die Liegezeit in den Kliniken bekanntlich immer kürzer geworden sind und Patienten weniger stabil entlassen werden. Da setzt der Hilfsverein an. In der Satzung wird der Vereinszweck so umschrieben: Gerade den immer älter werdenden und alleinstehenden Mitbürgern soll nach einer stationären Behandlung mit medizinischen Leistungen, welche nicht von den Krankenkassen oder Pflegekassen übernommen werden, daheim ein der Genesungsprozess in der eigenen Wohnumgebung ermöglicht werden.

Patienten mit akuten und chronischen Krankheiten, die nach der Entlassung aus der Klinik noch Hilfe benötigen und nicht von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden, erhalten diese für sie kostenlose Nachsorge beim Übergang nach Hause. Und sie werden auf dieses Hilfsangebot, das zum Erhalt der Selbstständigkeit benötigt wird, durch eine Brückenschwester schon in der Klinik vorbereitet.

Seit vergangenem Oktober sind 21 Patienten betreut worden, teilen die Sana-Pflegedirektorin Ksenija Gajski und die Brückenschwester Franziska Lang mit. Insgesamt zehn Krankenschwestern und Pfleger stehen bereit, um über eine Zeit von zwei bis drei Wochen durch Hausbesuche bei der Lösung von alltagsbezogenen Problemen behilflich zu sein. „Sie arbeiten eng mit den Hausärzten, der Sana-Klinik sowie Sozial- und Pflegediensten zusammen.“ Um Interessenten auf diese Tätigkeit hinzuweisen, wurde ein neues Faltblatt erstellt, das den Förderverein vorstellt. Es liegt in der Sana-Klinik aus und wurde auch bei der Biberacher Messe „aktiv50plus“ am vergangenen Wochenende präsentiert.

Da die Tätigkeit des Biberacher Fördervereins „Unsere Brücke“ nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen unterstützt wird, ist der Förderverein auf Spenden angewiesen. Das Vereinskonto bei der Kreissparkasse Biberach: IBAN DE92654500700007663787, BIC SBCRDE66XXX. Weitere Infos unter Telefon 0175/5305988.

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